Freitag, 23. August 2013

Nachhaltig leben

Zwei Monate machen wir nun den Versuch biologisch(er) und ökologisch(er) einzukaufen. Was bedeutet das eigentlich?
Für mich war klar, dass bei uns noch viel Raum nach oben da ist.
Wir haben bis vor zwei Monaten im Discounter und Supermarkt eingekauft. Nachdem ich aber immer öfter Pech mit Gemüse oder Obst in besagten Läden hatte und ich dieses Buch und dieses Buch gelesen hatte, war für mich klar, dass sich etwas bei uns ändern muss und wird. Irgendwie hat mich das Thema gepackt und ich hab mir die Frage gestellt welchen Beitrag ich für den Erhalt dieser Welt eigentlich leiste. So richtig hab ich noch keine Antwort darauf, aber ich bin auf dem Weg und versuche es nun tagtäglich. Zumal ich mir Gedanken mache wie es unseren Kindern später gehen wird oder unseren Enkeln!
Angefangen hab ich dann mal zu überlegen was wir verändern könnten: wo gehen wir einkaufen? Wer soll an uns verdienen, wer nicht?  Was wollen wir fördern, was nicht? Woher soll unser Strom kommen? Unser Gas? Welche Bank soll mit meinem Geld arbeiten dürfen? Welche Kleidung will ich kaufen? Wollen wir zwei Autos behalten? Wie kann ich mich besser organisieren, damit ich das Auto weniger benutze und mehr Fahrrad fahre oder zu Fuß gehe? Welche Stromfresser haben wir zuhause? Welche Waschmittel benutzen wir, welche Putzmittel? Und so ging es in einem fort..ich stellte mir Fragen, sprach auch teilweise mit meinem Liebsten darüber und so kamen wir zu dem Schluss mit kleinen Veränderungen anzufangen. Ich kümmerte mich um den Strom-und Gasanbieterwechsel und so sind wir letztlich zunächst einmal bei Naturstrom  gelandet. Vielleicht gibt es noch einen günstigeren Anbieter, ich weiß es nicht genau, aber es scheint mir zunächst einmal ein sehr guter Anbieter, transparent und dass mit meinem Geld weiter gefördert wird gibt mir ein gutes Gefühl. Und nicht zuletzt sparen wir dabei tatsächlich im Monat ca. 25 Euro gegenüber unserem alten Anbieter. Ist doch auch schön! :-)
Mit dem Thema Kleidung stehe ich noch etwas auf Kriegsfuß. Finde das ist das schwierigste Thema überhaupt und bin da noch am schauen wie ich einen guten Mittelweg finde, einen finanzierbaren und bin da noch auf Infos angewiesen. Ich kenne zu wenige Läden oder Onlineshops, die schöne, bezahlbare und faire Ware anbieten.
Eingekauft haben wir nun nur noch beim dm, Gemüsehändler, Metzger, Bäcker und den kläglichen Rest im Supermarkt, alles Bio oder aber regional (wie schon mal beschriebene Milch und manches Gemüse). Leider ist der nächste Allnatura Laden weiter weg und die kleinen Biolandläden haben nur sehr wenig Auswahl.
Ich habe auch dazu ein Haushaltsbuch geführt, denn ich wollte ja wissen wieviel Geld ich nun mehr ausgeben würde. Und hab mich schon "auf den Hosenboden gesetzt".
So grob geschätzt sind es sicherlich 150 Euro mehr im Monat. Das klingt irgendwie nicht viel, aber ist schon ein Sümmchen wie ich finde. Puhh...ist das dauerhaft lebbar? Ist ja schließlich nur für Essen, Trinken und Haushaltsmittel wie Putz-und Pflegemittel, Windeln und nur wenige Kleidungsstücke, die man für die Kids beim dm bekommen kann. Da fehlt also noch so einiges.
Im Jahr wären es 1.800 Euro. Dass Bio genauso günstig oder teuer ist wie nicht-Bio kann ich nicht bestätigen. Vielleicht liegt's auch an den Monaten, ich weiß es nicht. Hab nun ja immerhin zwei Monate getestet und klar war der eine Monat teurer als der andere, aber ich glaube so in etwa bleibt es bei der Summe.
Aber es bleibt die Frage: wieviel ist es mir/uns wert? Und ganz ehrlich: das Gemüse und das Obst ist um Welten besser aus unserem Gmiasmeyer im Gegensatz zu allem anderen. Ich schmecke den Unterschied und mein Mann (der nun wirklich kein Gourmet ist) auch. Wir wollen zu dem Alten nicht mehr zurück. Und ich bin noch an vielen kleinen Themen dran. Vielleicht muss ich mich auch finanziell noch etwas besser organisieren, aber ich bin ja auch noch auf dem Weg. :-)
Fakt ist: packt dich das Thema, kannst du es nicht mehr abschütteln, nicht mehr wegsehen oder verdrängen.
Ich hoffe wir tragen fortan ein kleines bisschen dazu bei mit dieser Welt, mit dem uns anvertrauten, mit der Natur respektvoller umzugehen.





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