Montag, 3. März 2014

Königskind SEIN

Gestern haben wir außer der Reihe einen Gottesdienst ganz in unserer Nähe besucht.
Unsere Gemeinde, zu der wir gehören, ist 35 Autominuten entfernt und an Tagen wie gestern, wo man  bzw. wir, viel zu spät aufsteht und es zu langsam angehen lässt, stellt man sich der Frage: lohnt es sich noch? Oder gehen wir "hier"?
Wir haben uns also für "hier" entschieden.
Die Volksmission gehört zu den Pfingstgemeinden, also eher sehr charismatisch wie man in christlichen Kreisen gerne mal sagt. Es ist ein recht neues Gebäude, riesig wie ich finde und die Gemeinde hat ein enormes Potential an Mitarbeitern, Räumen usw. Es wird viel angeboten. Wer sich in Pfingstgemeinden wohl fühlt, dem kann ich diese Gemeinde wärmstens empfehlen. Herzliche Menschen, ein gutes Miteinander und eben viel Angebot.
Für uns persönlich gibt es eine enorme Hemmschwelle, die einfach nicht "unseres" ist...das Zungenreden oder bekannter als Sprachengebet. Man geht davon aus, dass es eine Gnadengabe von Gott ist und der Heilige Geist dadurch, wenn z.B. in Zungen gebetet wird, also in Sprachen,die kaum einer versteht (bis gar keiner), der Heilige Geist anwesend ist. Soweit mal das, was ich verstanden habe. Hmm...ich denke ja, dass der Heilige Geist auch ohne sowas anwesend ist. Darum hab ich mit der Sichtweise meine Probleme und fühle mich damit unwohl. Meinem Mann geht es genau so. Er ist katholisch, ich evangelisch-freikirchlich geprägt. Zusammen haben wir uns in einer ev. freik. Gemeinde angesiedelt, wobei ich nur Mitglied bin und mein Mann zum Freundeskreis gehört. Er fühlt sich dort sehr wohl und ich finde wir haben schon einen guten Weg miteinander gefunden. Dass wir vom ersten Moment des Kennenlernens zusammen beten konnten empfinden wir als ein großes Geschenk und eine Verbindung. Das können nicht alle Ehepaare und dazu dann noch unsere so unterschiedliche Prägung. Da  freue ich mich noch immer sehr darüber.
Nun gut. Jedenfalls waren wir gestern "hier" im Gottesdienst und es gab eine sehr ansprechende Predigt. Über die Beziehung zu Gott und Jesus und was das Ziel ist usw. Zum einen ist mir erneut bewusst geworden, dass ich ein Kind Gottes bin und ein Kind Gottes zu sein bedeutet nicht, dass ich schuldfrei lebe oder etwas falsch mache oder besonders "heilig" bin. Ich bin geliebt und als Kind Gottes möchte ich ja auch, dass andere Menschen von dieser Liebe Gottes etwas erfahren. Aber nicht aus Pflichtgefühl oder weil "es sich eben so gehört". Nein. Einfach weil es wohl das beste ist was einem passieren kann. Zu wissen woher man kommt, wohin man geht ist so ein beruhigendes Gefühl. Das möchte ich nie mehr missen.
Manchmal lerne ich Menschen kennen, die merken es, dass ich etwas "anders" bin und können es nicht einordnen. Vielleicht auch, weil ich nicht gleich mit Bibelworten oder Überzeugungversuchen komme. Und dann kommt man auf etwas und sie grinsen und sagen, dass ihnen nun klar ist, warum ich so bin wie ich bin. Sie können es einordnen. So etwas finde ich sooo schön. Ein Zeugnis seines Glaubens SEIN. Also nicht reden müssen, sondern SEIN. Wie wohltuend. Also kann ich an genau dieser Stelle doch sagen: ich will so bleiben wie ich bin...
Eine Frau erzählte gestern im Gottesdienst auch von so einer Begebenheit und ich hab mich an meine erinnert und das tat gut. Da danke ich Gott für diese Begebenheit mich an etwas ganz wichtigem zu erinnern.
Das SEIN ist wichtig, nicht viele Worte oder Taten. Den Menschen das Christ-sein vorleben, es so zu leben, dass es einladend ist, sie fragend werden und "es" auch wollen. :-)
Ich weiß gar nicht, ob einer meiner Leser hier "mitkommt" ;-) Mir war es nur mal wichtig die Gedanken aufzuschreiben und mich später daran auch erinnern zu können. Und wenn noch jemand was für sich daraus mitnehmen kann, umso besser. ;-)

Einen gesegnten Tag und das Wissen aus diesem Bibelvers wünsche ich euch allen!

Gott spricht: Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte 
 (Jeremia. 31,3) 




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