Dienstag, 3. Februar 2015

wenn das leben tobt...

...ist es am Blog ruhig. :-)

Wir waren im Januar alle lange krank, daher haben wir im Januar nicht wirklich viel schönes erlebt. Wie auch...vom Sofa oder Bett aus geht da nicht viel.
Dann war die Oma da, was wir sehr genossen haben. Die Kinder hängen sehr an ihrer Oma und sie ist eine Frau, die sich ganz und gar den Kindern widmen kann. Über viele Stunden hin. Da wird vorgelesen, gepuzzelt, gemalt, erzählt, mit Lego gebaut oder zumindest angereicht und diese Zeit "zu weit" ist für die Kinder jedesmal etwas Besonderes. Zum Abschied gibt es dann natürlich viele Tränen und es wird kurz (soweit schon möglich) durchgerechnet wie oft man noch schlafen muss bis die Oma wiederkommt.

Am Samstag hatten wir allerdings ein Ereignis, das ich lieber nicht so erlebt hätte und ich schreibe es hier nur öffentlich auf, weil ich hoffe von euch etwas dazu zu hören. Gerne auch anonym, ich schalte es extra dafür frei.

Wir saßen mit unseren Kindern Samstag am Mittagstisch und erzählten ihnen relativ harmlos dargestellt, dass ihr Cousin ins Krankenhaus gekommen und leider sehr krank ist und von nun an eine Insulinpumpe tragen muß...(man hat bei dem 3-jährigen Diabetes festgestellt und der Kleine kam mit Krämpfen, anschließender Bewusstlosigkeit ins KH und so kam es ans Tageslicht). Wir erzählten also vom Krankenhaus und dass wir dem Kleinen und der Schwester eine Freude machen wollen. Überlegten laut zusammen nach dem Essen mal zu einem Geschäft zu fahren, um denen etwas schönes zum Spielen, Lesen oder Basteln zu kaufen.
Keine 2 Minuten später nahm unser Osterjunge die Arme hinter den Kopf, schaute an mir vorbei und wurde steif, nicht mehr ansprechbar und kippte genau so zur Seite weg.
Ich bin gleich rüber, nahm ihn vom Stuhl-was sehr schwer war, da er so steif war und schrie ihn an, klopfte auf seine Brust, nahm ihn in Kopftieflage, weil ich nicht sicher war, ob es "nur" ein Kreislaufkollaps ist und nichts tat sich. Er reagierte einfach nicht, hatte aber die Augen weit aufgerissen.
Wie es mir/uns ging, könnt ihr euch vorstellen...ich dachte ich verliere mein Kind.
Mein Mann rief währenddessen den Rettungswagen, der auch innerhalb von 3Min. hier war (das Krankenhaus ist ca. 300m entfernt). Mit einem Mal kam er wieder zu Bewusstsein und sagte: "Mama, alles in Ordnung, bin wieder da, ist alles ok". Niemals werde ich diese Worte wohl vergessen können....
Wir sind mit ihm zuhause geblieben, da klar war, dass in der Kinderklink Ulm am Wochenende nichts laufen würde und da es ihm danach auch wirklich wieder "gut" ging. Er war natürlich müde und ein bisschen schlapp danach, klagte ab und zu mal über Schwindel, aber ansich war es das.
Gestern gingen wir also zum Kinderarzt und der hat uns nun zu einem Neuropädiater überwiesen zwecks EEG. Ich hoffe inständig, dass es ein Krampfanfall war, der nur durch die schlechte Nachricht ausgelöst wurde. Unser Osterjunge ist nämlich bekannt für seine Sensibilität, seine blühende Fantasie, seine Kreativität, sein mitfühlen-alles ansich positiv, aber es hat eben auch eine Kehrseite.
Zunächst darf er nicht Rad fahren, nicht schwimmen, nicht klettern und alleine sein. Keine Frage...er schläft derzeit bei uns, ebenso die Kleine, weil sie solche Angst um ihren Bruder hat(te).
Es war ein furchtbares Erlebnis für uns Alle und ich bete, dass es nicht noch einmal geschieht.
Ihn heute in der Schule abzugeben war auch ein seltsames Gefühl, ich bin in "Hab Acht" Stellung und fühle mich wie im Nebel...
Morgen wissen wir vielleicht schon etwas mehr. Wie gut, dass wir so schnell einen Termin bekommen haben.








Meine Sonntagsfreude war einfach, dass wir alle beieinander waren. Nicht auszumalen, wenn es anders gekommen wäre....



Sonntasgfreuden werden bei Maria gesammelt und ich schließe mich noch an, wenn auch mit Verspätung.


Kommentare:

  1. Liebe Maike, was ein Erlebnis! Ich lese erst jetzt und bin geschockt und weiß gar nicht was ich sagen soll. (Deshalb vielleicht auch die fehlenden Kommentare?) So was als Mutter/Vater zu erleben, ist einfach schrecklich. Wie gut, dass ihr im Notfall so nahe an der Klinik wohnt. Und wie schön, dass es deinem Jungen jetzt wieder gut geht. Was sagen die Ärzte denn, was es war?
    Ich wünsche euch alles Liebe und dass es nicht nochmal passiert!!! Fühl dich umarmt von Gina

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    1. Liebe Gina,

      danke für deine lieben Worte!
      Ich hoffe mal, dass es nur die Sprachlosigkeit ist ;-)
      Es geht ihm gut und das Ergebnis des EEG's liest sich im nächsten Post...von wegen keine Kommentare und so..was es genau war weiß niemand...vielleicht und im besten Falle "nur" ein Kreislaufkollaps....aber da passt alles andere nicht so ganz..
      Ich bin einfach nur froh, dass es vorbei ist und wir ihn auch ohne Angst wieder losziehen lassen können....ist nämlich nicht so einfach. ;-)

      Liebe Grüße und Danke!!!
      Wir lesen uns :-),Maike

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  2. Liebe Maike,
    ich war bisher noch nie auf deinem Blog, daher konnte es also bisher von mir auch keinen Kommentar geben ;-)
    Das klingt ganz schön erschreckend, was du da berichtest, ich hätte auch Panik bekommen. Von meinen eigenen Kindern kenne ich eine solche Situation zum Glück nicht - aber von mir selbst: Ich bin schon als kleines Kind (mit 2) manchmal einfach so umgekippt, z.B. auf dem Klo. Auch später habe ich vor allem auf schnelle Wachstumsphasen so reagiert, z.B. in der Pubertät und auch in den Schwangerschaften. Mir hat damals ein Arzt erklärt, es könnte sein, dass mein Körper so schnell gewachsen ist, dass die Lunge und Herz mit der Versorgung kaum nachkommen und erstmal mitwachsen und sich an die nun erhöhten Anforderungen gewöhnen müssten. Ich bin medizinisch nicht so sattelfest, finde aber, dass das plausibel klingt. Irgendwann hatte ich mich so daran gewöhnt, dass ich es relativ früh merke, mich noch hinsetzen und meine Brille abnehmen und weglegen kann und so nur vom Stuhl rutsche und nicht viel passiert. Ich lag sogar schon an Ostern unter der Kirchenbank ;-)
    Ich wünsche euch, dass es bei eurem Großen auch einen so harmlosen Grund hat und ihr euch keine Sorgen um ihn machen müsst!
    Ganz liebe Grüße!
    Regina

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