Montag, 27. April 2015

Kathmandu und was es mit uns persönlich zu tun hat...

Schon komisch. Diese ganzen Horrormeldungen von den Erdbeben in Kathmandu, die Bilder, die vielen Toten und auch die vielen zerstörten Häuser sind furchtbar anzusehen. Auch habe ich Mitleid und spüre ein Gefühl der Erschütterung. Aber seien wir mal ehrlich: es ist weit weit weg und sobald ich meinem Alltag hier wieder nachgehe, sind all diese Bilder auch wieder verdrängt. Zu viele Schreckensmeldungen gehen durch die Welt.
Und nun kommt ein Aber.
Denn unser Kinderarzt aus unserem kleinen Städtchen ist ausgerechnet JETZT auf dem Mt. Everest unterwegs. Mit seiner Frau, die ebenfalls in der Praxis arbeitet und die uns beide hier so wertvoll sind. So warmherzig, so kompetent und geschätzt. Als mir klar wurde, dass die Beiden ja auch dort sind, wo es bebt und wo ein Basislager zerstört wurde, hab ich sofort gegoogelt. Auf einmal war Kathmandu in meinem bzw. unserem Leben. Auf einmal war es nicht nur furchtbar, sondern es hat mich bzw. uns betroffen und ich habe mir Sorgen gemacht.
Nachdem ich auf dem Blog gleich mal nachgeschaut habe wie es unserem Arztehepaar geht war ich total erleichtert zu lesen, dass die Beiden auf der anderen Seite des Berges unterwegs sind. Boah, ich kann euch sagen. Ich war sowas von erleichtert und verfolge nun jede noch so kleine Nachricht. Noch ist nicht klar, ob sie weiterwandern oder es nach Hause geht.

Mich macht das alles sehr nachdenklich und ich fühle mich grad nicht fähig über Blümchen, Sonnenschein oder sonstiges zu bloggen. Es passiert einfach grad so wahnsinnig viel in der Welt und das Elend springt mich an.

Gestern waren wir auch ganz kurz im Asylantenheim hier, haben Brottüten verteilt, die ein Bäcker unserer Gemeinde spendet und die wir dann an Bedürftige verteilen dürfen. Es hat keine zwei Minuten gedauert und die Tüten waren weg....
...und ich mache mir Gedanken ob Bio oder nicht Bio....

Ich weiß natürlich auch, dass ich nicht die Welt retten kann, aber es macht nachdenklich und ich sag euch noch was. Ich bin sehr dankbar, dass ich an Jesus glaube, dass ich weiß wo ich hingehen kann mit meinen Sorgen. Dass ich weiß wer mich hält und dass ich alle Sorgen bei IHM abladen darf.
Wie beschenkt bin ich mit diesem Glauben.

Und nun gehe ich mal beten. Für Kathmandu, für die Menschen dort und für unser Arztehepaar.






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